Haus & Grund Minden

 

Haus & Grund informiert

Herbstversammlung gab Einblick ins „Maßnahmenpaket Gebäude“ der Bundesregierung

Inzwischen steht es fest – die Grundsteuerreform kommt. Umgesetzt wird sie den Planungen zufolge aber erst 2025. „Bisher gibt es die Grundsteuern A und B – neu dazu kommt C“, erläuterte Geschäftsführer Thorsten Post auf der Herbstversammlung von Haus & Grund Minden. Wobei diese Steuerart gar nicht wirklich neu ist: „Es gab sie 1961 schon einmal, wurde aber wegen Wirkungslosigkeit wieder abgeschafft.“

Bislang gibt es die Grundsteuer in zwei Varianten: für landwirtschaftliche Flächen Grundsteuer A und für andere bebaute und bebaubare Grund­stücke Grundsteuer B. Mit der Grundsteuer C sollen Brachflächen höher besteuert werden können. Sie sollen Eigentümer dazu drängen, ihre Grundstücke zu bebauen oder zu verkaufen.

Für alle Hausbesitzer interessant ist das neue „Maßnahmenpaket Gebäude“, mit dem die Bundesregierung Aktivitäten für mehr Klimaschutz fördern will. Wie Thorsten  Post verdeutlichte, beinhaltet das Paket eine steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen, Bundesförderung für effiziente Gebäude,  Förderung einer seriellen Sanierung,  für die Erneuerung von Heizanlagen wie auch  Energieberatung und Öffentlichkeitsarbeit.

Aufgrund der Bandbreite der Möglichkeiten, eine Förderung für Maßnahmen zu erhalten, empfiehlt Thorsten Post allen Hauseigentümern, künftig regelmäßig im Internet auf die Seiten der KfW zu schauen, um aktuell zu erfahren, was in welcher Höhe gefördert  wird.


Dokumentation zum Rahmenplan fürs Quartier
"Königswall – Kampstraße – Pöttcherstraße"

Mit der Aufstellung des Rahmenplanes für das Quartier „Königswall – Kampstraße – Pöttcherstraße“ beabsichtigt die Stadt Minden die Erstellung eines abgestimmten und integrierten Planungskonzeptes für den nordwestlichen Bereich der oberen Altstadt. Dazu hat die Stadt Minden eine Dokumentation erstellt, die hier als Pdf-Datei heruntergeladen werden kann.



Mietpreisbremse: Verordnungen in sechs Bundesländern zunächst unwirksam

Seit Einführung der Mietpreisbremse haben die Länder in unterschiedlichem Ausmaß und mit unterschiedlichem Erfolg von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Wohnungsmarkt in bestimmten Regionen als angespannt zu erklären und für diese dann eine entsprechende Verordnung zu erlassen. Im Überblick sieht das so aus:

In Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt gilt die Mietpreisbremse nicht.
In Schleswig-Holstein hat die Landesregierung beschlossen, die seit 1. Januar 2015 in 12 Kommunen geltende Mietpreisbremse vorzeitig zum 30. November 2019 abzuschaffen.
In zahlreichen Ländern haben Gerichte Verordnungen gekippt und die Landesregierungen anschließend oder auch mit zeitlicher Überlappung neue Verordnungen in Kraft gesetzt:
–    Baden-Württemberg: Landgericht Stuttgart, Urteil vom 13. März 2019
–    Bayern: Landgericht München I, Urteil vom 6. Dezember 2017
–    Brandenburg: Landgericht Potsdam, Urteil vom 5. Juni 2019

–    Hamburg: Landgericht Hamburg, Urteil vom 14. Juni 2018
–    Hessen: Bundesgerichtshof, Urteil vom 17. Juli 2019
–    Rheinland-Pfalz, Amtsgericht Mainz, Urteil vom 16. August 2019

In Bremen (mit Ausnahme von Bremerhaven), Niedersachsen (19 Kommunen), Mecklenburg-Vorpommern (2 Kommunen) und Thüringen (2 Kommunen) sind Verordnungen in Kraft, die nicht von Gerichten beanstandet wurden.

In Nordrhein-Westfalen haben CDU und FDP in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die aktuell in 22 Kommunen gültige Verordnung abzuschaffen. Der Koalitionsvertrag datiert vom Juni 2017. Der Geltungszeitraum endet am 30. Juni 2020.


Rund 3.000 Rückmeldungen für neuen Mietspiegel

Rund neun Wochen dauerte die Erfassung für den neuen Mietspiegel 2020. Der erstmals auch online umgesetzte Fragebogen konnte bis zum 11. August im Netz oder auch auf Papier ausgefüllt werden. Insgesamt gab es rund 3.000 Rückmeldungen, darunter auch 450 Beteiligungen von Wohnungs- bzw. Hauseigentümern und Mietern, berichtet der Leiter des Bereiches Vermessung und Geoservice, Benjamin Groß.

Groß und auch der Beigeordnete für Städtebau und Feuerschutz, Lars Bursian, zeigten sich mit der Resonanz sehr zufrieden. Sie danken den Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Daten für die Erstellung des neuen, qualifizierten Mietspiegels zur Verfügung gestellt haben. „Sie haben damit einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen, dass der künftige Mietspiegel auf einer repräsentativen Basis beruht“, so Bereichsleiter Groß.

Es wurden hierfür keine Namen von Vermietern oder Mietern abgefragt, macht er weiter deutlich. Auch erfolgt die Auswertung, die ein beauftragtes Institut – ALP - Institut für Wohnen und Stadtentwicklung – ab Anfang September bearbeitet, anonym. Die Stadt Minden werde nach der Prüfung durch die städtische Statistikstelle nur die Daten an das Institut übermitteln, die keine Rückschlüsse auf Adressen zulassen, so der Bereichsleiter weiter. Sie waren für die Auswertung lediglich stadtteilbezogen.

Der neue Mietspiegel, der ab 1. April 2020 für zwei Jahre gültig ist, wird erneut ein qualifizierter sein. Die Grundlage dafür legt

Paragraf 558 des Bürgerlichen Gesetzbuches fest. Danach ist ein qualifizierter Mietspiegel im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung anzupassen. Nach vier Jahren ist der qualifizierte Mietspiegel neu zu erstellen. Die Aufstellung liegt dieses Mal federführend in der Hand der Stadt Minden, nachdem der Mietspiegel 2016 als Gemeinschaftswerk herausgegeben und 2018 von der Stadt Minden mit einem Verbraucherpreis-Index von plus 2,3 Prozent fortgeschrieben wurde.

Die Träger des Gemeinschaftswerkes von 2016 sind auch in die Aufstellung für 2020 einbezogen. Das sind neben der Statistikstelle der Stadt, der Verein Haus & Grund Minden e.V., der Mieterverein Minden und Umgebung e.V., die Genossenschaft für Siedlungsbau (GSW) sowie die Wohnhaus Minden GmbH.

„Der Mietspiegel dient als Richtlinie und gibt den Mietvertragsparteien eine Orientierungsmöglichkeit, um in eigener Verantwortung die Miethöhe je nach Lage, Ausstattung und Zustand der Wohnung und des Gebäudes zu vereinbaren“, nennt Beigeordneter Lars Bursian, den Hintergrund. Zudem biete er Kosten-Transparenz für Menschen, die Interesse haben, nach Minden zu ziehen. Es sei damit zu rechnen, dass aufgrund der Entwicklungen auf dem Markt in den vergangenen vier Jahren seit der letzten Erhebung, die Mietpreise auch in Minden höher ausfallen werden, meint Bursian. Bislang seien die Mieten in Minden im Vergleich mit ähnlich großen Städten der Region recht günstig gewesen.


Richtig lüften – auch im Sommer

Bei sommerlichen Temperaturen wird es auch in den eigenen vier Wänden schnell unerträglich heiß. Lüften muss trotzdem sein, denn sonst sinkt die Luftqualität und die Schimmelgefahr steigt. Das Serviceportal "Intelligent heizen" gibt Tipps zum richtigen Lüften in der warmen Jahreszeit.
Ob Winter oder Sommer, die Luft in Innenräumen muss regelmäßig ausgetauscht werden, sonst geht uns der Sauerstoff aus und wir fühlen uns unwohl. Außerdem sammelt sich zum Beispiel durch Duschen, Kochen, aber auch einfach durch Atmen, Feuchtigkeit in der Wohnung an. Wird nicht richtig gelüftet, steigt die Schimmelgefahr.


Im Winter reichen meist wenige Minuten Stoßlüften aus, um die feuchte Luft nach draußen zu befördern. Bei hohen Außentemperaturen dauert der Luftaustausch länger, denn warme Luft enthält mehr Feuchtigkeit als kühle Winterluft.

Fenster sollten im Sommer daher möglichst nur dann geöffnet werden, wenn die Außenluft kühler und trockener ist als die Luft in der Wohnung. Temperatur und Feuchtigkeitsgehalt von Außen- und Innenluft lässt sich mit einem Funk-Hygrometer schnell überprüfen. In Wohnräumen sollte die Luftfeuchtigkeit 60 Prozent nicht übersteigen.

In südlichen Ländern bleiben Fenster und Fensterläden tagsüber geschlossen. Diese simple Technik schützt wirksam vor überhitzten Innenräumen. Am besten lüftet man ausgiebig am frühen Morgen und späten Abend. 

Wenn möglich, sollte dabei ein Durchzug zwischen gegenüberliegenden, weit geöffneten Fenstern hergestellt werden. Das Fenster über Nacht geöffnet zu lassen, verschafft auch Abhilfe, ist allerdings ein Sicherheitsrisiko und daher nur in oberen Etagen empfehlenswert.

Angenehme Frische ins Haus bringen auch Wärmepumpen: Sie können sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen eingesetzt werden. In Kombination mit einer Fußbodenheizung, durch die dann kühles Wasser geleitet wird, lässt sich die Raumtemperatur um mehrere Grad senken.

Auf einen Blick: Tipps zum Lüften im Sommer

   - Fenster tagsüber weder weit öffnen noch kippen
   - Jalousien, Rollläden oder Fensterläden am Tag schließen oder        Laken vor Fenster hängen
   - Früh morgens, spät abends oder falls möglich während der Nacht      lüften
   - Querlüften: Luftstrom zwischen gegenüberliegenden Fenstern      herstellen
   - Feuchtigkeitsgehalt mit einem Hygrometer kontrollieren
   - Wärmepumpe statt herkömmliche Klimageräte zum Kühlen nutzen


Wohngeld und Lastenzuschuss:
Leistungen werden angehoben und dynamisiert

Das Wohngeld als staatlicher Mietzuschuss für Mieter oder als Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümer soll helfen, die Wohnkostenbelastung der Haushalte zu senken. Nun plant die Bundesregierung eine Reform: Reichweite und Höhe des Wohngeldes sollen erhöht werden. Auch die lokalen Höchstsätze werden überarbeitet und regional gestaffelt angehoben.

Geplant ist auch die von Haus & Grund, Wohnungswirtschaft, Sozialverbänden und Mieterbund seit langem geforderte Dynamisierung des Wohngeldes. Es soll künftig regelmäßig und automatisch an die jährliche Preis- und Lohnentwicklung angepasst werden.

Die zurückliegenden Wohngeldreformen kamen in unregelmäßigen und großen Zeitabständen – zuletzt 1990, 2001, 2009 und 2016. Das stellte ein Problem vor allem für sozial schwache Haushalte, die reformabhängig zwischen einem Anspruch auf Wohngeld oder Grundsicherung wechseln müssen, dar. Dieser Wechsel zwischen den Unterstützungsformen belastete nicht nur die betroffenen Haushalte, sondern auch die Verwaltungen.


Machen Sie mit! Stadt stellt neuen Mietspiegel auf

Er gehört zu den gefragtesten Dateien im Internetauftritt der Stadt Minden: der Mietspiegel. Dieser wird zum 1. April 2020 von der Stadt Minden neu aufgestellt. Der Mietspiegel bietet eine Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten für den nicht preisgebundenen Wohnraum. „Und damit es eine möglichst repräsentative Grundlage wird, bitten wir um die Mithilfe der Vermieter und Mieter in Minden“, so der Beigeordnete für Städtebau und Feuerschutz, Lars Bursian. Über einen Online-Fragebogen sollen die Daten zu den Wohnungen gesammelt werden. Dieser steht jetzt auf der Internetseite der Stadt Minden unter www.minden.de/mietspiegel zur Verfügung.

„Es werden keine Namen von Vermietern oder Mietern abgefragt“, erläutert Benjamin Groß, Leiter des Bereiches Vermessung und Geoservice. Auch erfolge die Auswertung, die ein beauftragtes Institut bearbeitet, anonym. Die Stadt Minden überliefert nur die Daten an das Institut, die keine Rückschlüsse auf Namen oder Adressen zulassen, so Groß weiter. Sie seien für die Auswertung lediglich stadtteilbezogen.

Der Fragebogen wurde zusammen mit der Statistikstelle erarbeitet und auch mit der städtischen Datenschutzbeauftragten abgestimmt. Bis 11.08.2019 sollen die Daten gesammelt werden. Bürgerinnen und Bürger, die den Bogen lieber schriftlich ausfüllen möchten, können eine Version zum Ausdrucken herunterladen oder erhalten diesen im Bürgerbüro. Er kann dann mit der Post zurück an die Stadt Minden (Adresse steht auf dem Bogen) zurückgeschickt oder im Briefkasten des Rathauses (Kleiner Domhof 17) eingeworfen werden.


Mieter beziehungsweise Eigentümer sollen in den Fragebogen neben der Kaltmiete auch den Typ (z.B. Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus), die Lage, das Baujahr, die Größe und die Zahl der Räume sowie anzukreuzende aufwertende Details in der Ausstattung, wie Fahrstuhl, hochwertige Bodenbeläge, Art der Heizung, Balkon/Terrasse, Isolierverglasung und Wärmedämmung eintragen. 

„Alle diesen Angaben können nach Abschluss der Erfassung elektronisch ausgewertet werden und fließen dann in den neuen Mietspiegel ein. Unterstützt wird die Stadt Minden bei der Auswertung vom unabhängigen Institut ALP - Institut für Wohnen und Stadtentwicklung GmbH.

Der neue Mietspiegel, der ab 1. April 2020 für zwei Jahre gültig ist, wird erneut ein qualifizierter sein. Die Grundlage dafür legt Paragraf 558  Bürgerlichen Gesetzbuches fest. Danach ist ein qualifizierte Mietspiegel im Abstand von  zwei Jahren  der  Marktentwicklung anzupassen. Nach vier Jahren ist der qualifizierte Mietspiegel neu zu erstellen. Die Aufstellung liegt dieses Mal federführend in der Hand der Stadt Minden, nachdem der Mietspiegel 2016 als Gemeinschaftswerk herausgegeben und 2018 von der Stadt Minden mit einem Verbraucherpreis-Index von plus 2,3 Prozent fortgeschrieben wurde.

Die Träger des Gemeinschaftswerkes von 2016 sind auch in die Aufstellung für 2020 einbezogen. Das sind neben der Statistikstelle der Stadt Minden Haus & Grund Minden e.V., der Mieterverein Minden und Umgebung e.V., die Genossenschaft für Siedlungsbau (GSW) sowie die Wohnhaus Minden GmbH.

„Der Mietspiegel dient als Richtlinie und gibt den Mietvertragsparteien eine Orientierungsmöglichkeit, um in eigener Verantwortung die Miethöhe je nach Lage, Ausstattung und Zustand der Wohnung und des Gebäudes zu vereinbaren“, nennt Beigeordneter Lars Bursian, den Hintergrund. Zudem biete er Kosten-Transparenz für Menschen, die Interesse haben, nach Minden zu ziehen.

Für den Mietspiegel 2016 wurden rund 3.200 Datensätze erfasst und ausgewertet. Sowohl Privatvermieter als auch große Wohnungsbaugesellschaften haben Angaben zu dem Mietspiegel für 2016 geliefert. „Wir hoffen dieses Mal mit dem Online-Fragebogen auf eine deutlich höhere Beteiligung“, so Benjamin Groß.


Freie Bauflächen in Minden online abrufbar

Wer sich für ein Grundstück in Minden interessiert, hat jetzt die Möglichkeit sich vorab über freie Bauflächen zu informieren. Auf der Internetseite der Stadt Minden gibt es eine Karte, die zeigt, wo in der Weserstadt noch gebaut werden kann. „Die Übersicht zeigt aktuell, schnell und umfassend geeignete Baugrundstücke in Minden. Wir haben für das gesamte Stadtgebiet alle freien Flächen erfasst, die grundsätzlich für eine Wohnbebauung geeignet sind“, erklärt Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz bei der Stadt Minden.

Wichtig ist, dass die Karte keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es ist nicht auszuschließen, dass Baulücken zwischenzeitlich bereits bebaut worden sind. Die Übersicht wird jährlich aktualisiert. Aus der Darstellung lassen sich keine

unmittelbaren Baurechte ableiten. Vor der Umsetzung eines Bauvorhabens sollte mit der Bauaufsichtsbehörde der Stadt Minden geklärt werden, ob eine Baugenehmigung erteilt werden kann.   

Die Übersicht ist lediglich eine grafische Aufbereitung der potenziellen Bauflächen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden von Seiten der Stadt keine Angaben über Grundstückseigentümer, Mieter, Pächter oder sonstige Nutzer der untersuchten Grundstücke gemacht und auch keine Auskünfte gegeben.

Hier die Karte "Bauflächenpotenzial Wohnen" herunterladen.

Hier die Legende zur Karte herunterladen.


Ratgeber für den Umgang mit dem Grundversorger
und der DSGVO

Viele Eigentümer und Vermieter von Wohnungen und Geschäftsräumen haben bereits ähnliche Erfahrungen gemacht: Ohne eigenes Zutun werden sie von ihrem Grundversorger als neue Kunden begrüßt, sollen Abschläge zahlen, Einzugsermächtigungen erteilen, erhalten Rechnungen mit Mahngebühren oder sogar Post von beauftragten Inkassounternehmen. Diese beziehen sich dann auf Strom- oder Gaszähler von ausgezogenen Mietern oder Zeiträume der Vergangenheit. Und das, obwohl Nachmieter übergangslos wechselten oder im abgerechneten Zeitraum kein Mieterwechsel passiert ist. Also: Falscher Adressat! Wie ist das möglich?

Wie reagiere ich richtig? Klar ist: Nutzer eines Strom- oder Gaszählers ist auf eigene Rechnung der jeweilige Mieter. Ein- oder Auszugsprotokolle mit Zählernummern und Zählerständen sind im Zweifelsfall die rechtlich

belastbaren Nachweise von Vermietern wie Mietern. Gab es keinen übergangsweisen Leerstand, kann der Vermieter auch nicht der richtige Rechnungsadressat sein. Er hat den Zähler nicht genutzt.

Lieferverträge werden üblicherweise vom Mieter als Nutzer des Zählers direkt mit dem Lieferanten seiner Wahl abgeschlossen. Das souveräne Vertragsverhältnis zwischen Mieter und Lieferanten schließt die Meldung von Zählerständen ein. Der Vermieter ist in dieser Geschäftsbeziehung gänzlich außen vor. Wie Vermieter in einem solchen Fall mit dem Grundversorger umgehen sollten und wie dabei die DSGVO zu berücksichtigten ist, hat Autor Thorsten Meinsen in zwei Ratgebern geschrieben, die hier als ein Pdf-Dokument heruntergeladen werden können.

 

Stadt stellt neuen Mietspiegel auf – Online-Fragebogen

für Erfassung wird erstellt

Für den Wohnraum im Mindener Stadtgebiet wird es Anfang April 2020 einen neuen qualifizierten Mietspiegel geben. Die Aufstellung liegt dieses Mal federführend in der Hand der Stadt Minden, nachdem der Mietspiegel 2016 als Gemeinschaftswerk herausgegeben und 2018 von der Stadt Minden mit einem Verbraucherpreis-Index von plus 2,3 Prozent fortgeschrieben wurde. Haus & Grund Minden ist als einer der Träger des Gemeinschaftswerkes von 2016 auch in die Aufstellung für 2020 einbezogen. 

Der Mietspiegel bietet eine Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten für den nicht preisgebundenen Wohnraum. Er dient als Richtlinie und gibt den Mietvertragsparteien eine Orientierungsmöglichkeit, um in eigener Verantwortung die Miethöhe je nach Lage, Ausstattung und Zustand der Wohnung und des Gebäudes zu vereinbaren. Zudem bietet der Mietspiegel Kosten-Transparenz für Menschen, die Interesse haben, nach Minden zu ziehen.

Für den Mietspiegel 2016 wurden rund 3.200 Datensätze erfasst und ausgewertet. Sowohl Privatvermieter als auch große Wohnungsbaugesellschaften haben Angaben zu dem Mietspiegel für 2016 geliefert. Für deses Mal wird auf eine höhere Beteiligung gehofft. Derzeit wird bei der Stadt an einem Online-Fragebogen gearbeitet, der voraussichtlich Ende Mai auf die Internetseite der Stadt Minden eingestellt wird.

Beteiligen können sich dann an der Erfassung anonym und 

freiwillig bis Anfang August alle Mieterinnen und Mieter sowie Haus- beziehungsweise Wohnungseigentümer in Minden.

Da in dem Online-Fragebogen - ohne Nennung des Namens - auch Straße und Hausnummer sowie Geschoss der Wohnung abgefragt werden, können so Dopplungen vermieden werden, erläutert Groß. Mieter beziehungsweise Eigentümer sollen neben der Kaltmiete in das Online-Dokument auch den Typ (z. B. Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus), die Lage, das Baujahr, die Größe und die Zahl der Räume sowie anzukreuzende aufwertende Details in der Ausstattung, wie Fahrstuhl, hochwertige Bodenbeläge, Art der Heizung, Balkon/Terrasse, Isolierverglasung und Wärmedämmung eintragen.

Alle diesen Angaben können elektronisch ausgewertet werden und fließen dann in den neuen Mietspiegel ein, der ab 1. April 2020 gelten soll. Unterstützt wird die Stadt Minden bei der Auswertung von einem unabhängigen Institut, das allerdings noch ausgewählt werden muss.


Es wird damit gerechnet, dass – aufgrund der Entwicklungen auf dem Markt in den vergangenen vier Jahren seit der letzten Erhebung –, die Mietpreise auch in Minden höher ausfallen werden. Bislang sind die Mieten in Minden im Vergleich mit ähnlich großen Städten der Region recht günstig gewesen. Entscheidend für die Höhe einer Miete ist neben dem Baujahr, dem Zustand und der Ausstattung auch die Lage.


N
eue Fenster - mehr lüften

Energetische Sanierungen liegen voll im Trend - und werden kräftig gefördert. Vor allem der Fensteraustausch ist eine beliebte Maßnahme, um Wärmeverluste von Gebäuden zu verringern. Neue Fenster mit guten Dämmwerten bringen energetische Vorteile, können aber auch  raumklimatische Nachteile wie Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall nach sich ziehen. Denn Räume müssen nach dem Austausch deutlich mehr gelüftet werden. Außerdem sollten neue Fenster in ein energetisches Gesamtkonzept eingebettet sein.

Die Fenstertechnologie hat in den vergangenen drei Jahrzehnten rasante Fortschritte gemacht. Sicherheit, Langlebigkeit und Verringerung der Wärmeverluste standen dabei im Mittelpunkt. Heute werden in der Hauptsache Fenster mit Dreischeiben-Wärmedämmglas verbaut. Den größten Fensterbestand machen jedoch Fenster mit Zweischeiben-Wärmedämmglas aus. Noch immer gibt es rund 21 Millionen alte Fenstereinheiten mit Einfachglas, die die teuer erzeugte Wärme leicht entweichen lassen. 

"Bei vielen Bestandsbauten, Altbauten und Nachkriegsbauten wurden in den letzten 20 Jahren zur energetischen Sanierung die Fenster ausgetauscht", bestätigt Diplom-Ingenieur Stephan Keppeler vom B+K Sachverständigenbüro in Köln. "Dabei ging jedoch auch die automatische

Zwangslüftung durch die alten, undichten Fenster und der damit verbundene Luftaustausch in den Räumen verloren." Die höhere Luftdichtigkeit der Häuser muss daher nach einem Fensteraustausch durch häufigeres Lüften - zwei bis dreimal am Tag bei komplett geöffneten Fenstern -  kompensiert werden. "Sonst drohen vermehrt  Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall", so der Sachverständige Keppeler.

Diplom-Ingenieur Jörg Bogs, Technischer Leiter der ISOTEC-Gruppe, die auf die Sanierung von Feuchteschäden spezialisiert ist, bestätigt diesen Zusammenhang: Nnach dem Fensteraustausch verlagern sich oft die kältesten Stellen der Räume – weg von den Fensternischen hin zu den kalten Außenwandoberflächen und Wärmebrücken. "Die Feuchte der Raumluft lagert sich dann statt in den Fensternischen an den kältesten Stellen der Außenwandoberflächen ab. Schimmelpilzbefall ist dann so gut wie vorprogrammiert." Um den Feuchtegehalt in der Raumluft niedrig zu halten, ist daher häufigeres Stoßlüften erforderlich. Fenster auf Kipp zu stellen, reicht dafür nicht aus, ist von Dipl.-Ing. Friedemann Krien (staatl. anerkannter Sachverständiger für Wärme- und Schallschutz) aus Minden zu erfahren.


 

Handwerkerbonus bei Neubau einstreichen

Vom Steuerbonus auf Handwerkerleistungen sind Maßnahmen an Neubauten eigentlich ausgeschlossen, da nur Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsarbeiten steuerlich begünstigt sind. Aber aufgepasst, es gibt eine Ausnahme: Arbeiten am neu gebauten Eigenheim, die erst nach dem Einzug in das Haus erledigt werden, können jetzt abgesetzt werden.

Zählten bisher alle Arbeiten, die im Bauvertrag fixiert waren, zu den Neubaumaßnahmen, die steuerlich nicht gefördert werden, so fallen nach jüngster Auffassung nur diejenigen Arbeiten, die bis zur Bezugsfertigkeit der Immobilie angefallen sind, darunter. Die entscheidende Frage, ab wann ein Neubau steuerlich betrachtet als abgeschlossen gilt, hat eine neue Bedeutung bekommen.

Zieht der frischgebackene Hausbesitzer in sein Eigenheim ein, könnte angenommen werden, dass dieses bewohnbar ist. Jedoch fallen hartgesottene Bauherren, die mit einem Campingkocher und einem Schlafsack in den Rohbau einziehen, nicht unter diese Regelung. Das Eigenheim muss mindestens Türen, Fenster, einen Strom- und

Wasseranschluss, sanitäre Einrichtungen und eine Heizung enthalten. Erst dann gilt es als bezugsfertig.

Werden jedoch nach dem Einzug beispielsweise der Außenputz und die Farbe an der Immobilie angebracht oder Hofeinfahrt und Terrasse gepflastert oder ein Gartenzaun oder Carport errichtet, so können diese Tätigkeiten vom Bauherrn im Rahmen der Einkommensteuer abgesetzt werden. Auch der nachträgliche Einbau zusätzlicher Badezimmer oder der Ausbau des Dachgeschosses können beim Finanzamt geltend gemacht werden.

"Für Handwerkerlöhne, die nach dem Einzug angefallen sind, unbedingt eine Steuerermäßigung beantragen", rät Jörg Gabes, Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. (Lohi). Die Kosten für die Arbeitsleistung werden mit 20 Prozent bis 1.200 Euro pro Jahr direkt von der Steuerschuld abgezogen. Häuslebauer sollten also gut überlegen, welche Arbeiten nicht sofort für den Einzug notwendig sind und getrost später erledigt werden können!


Kostenfreie Energieberatung im Mindener Baubürgerbüro

Für Mindener Bauherren gibt es seit dem 1. Januar 2019 ein neues Angebot: die Energieberatung für Privathaushalte. „Der Service des Baubürgerbüros wurde jetzt um einen Baustein erweitert. Mit der Energieberatung möchten wir Bürgerinnen und Bürger motivieren eine neutrale und unabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen“, betont die städtische Klimaschutzmanagerin Inna Sawatzki. Mit dem Baubürgerbüro der Stadt Minden steht eine zentrale Anlaufstelle "rund ums Bauen" zur Verfügung. 

Weitere Tipps und Tricks zum Thema energetische Sanierungsmaßnahmen gibt die Energieberaterin Barbara Brendel von der Verbraucherzentrale in Minden. Während der Beratung spricht sie unter anderem über Fördermittel für Neubauten und Altbausanierung, Einsparen von Strom und Heizenergie, Wissenswertes zu Feuchte und Schimmel, Bautechnischer

Wärmeschutz oder den Einsatz erneuerbarer Energien. „Wer sich für moderne Heizungstechniken und Warmwasseraufbereitung oder richtiges Heizen und Lüften interessiert, ist bei mir genau richtig“, unterstreicht Brendel.

Die Energieberatung für Eigentümer wird direkt in den Räumlichkeiten der Mindener Verbraucherzentrale angeboten. Die Beratung gibt es jeden zweiten Dienstag im Wechsel von 10 Uhr bis 13 Uhr oder von 15 Uhr bis 18 Uhr in der Beratungsstelle in der Portastraße 9, 32427 Minden. Die Termine werden direkt mit der Verbraucherzentrale abgestimmt. Eine Beratung nimmt ungefähr 45 Minuten Zeit in Anspruch und Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist das Angebot kostenfrei, hebt Inna Sawatzki hervor.


Gravierende Änderungen in der Landesbauordnung

Bauherrinnen und Bauherren müssen sich zu Beginn des neues Jahres auf zahlreiche Neuerungen im Baurecht einstellen. Der nordrhein-westfälische Landtag hat im Sommer 2018 gravierende Änderungen in der geltenden Bauordnung beschlossen, die am 1. Januar 2019 in Kraft treten. Die wesentlichen Neuerungen hat jetzt die Leiterin des Bereiches Bauen und Wohnen der stadt Minden, Saniye Danabas-Höpker, den Mitgliedern des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Verkehr vorgestellt. Noch vor Weihnachten sollen auch Architekten und Ingenieure, die im Schwerpunkt Bauanträge bei der Stadt einreichen, mit einem Rundschreiben informiert werden. Hierin wird auch über die künftig strengere Vorgehensweise bei der Bearbeitung von Bauanträgen und der Einhaltung von Fristen hingewiesen.

Diverse Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften sind vom Land noch neu zu erlassen beziehungsweise zu ändern. Allein ca. 28 Gesetze müssen in diesem Zusammenhäng mit geändert werden. „Das wird bedeuten, dass es zu Beginn des Jahres Verzögerungen oder noch keine vollständige fachliche Beratung geben kann“, erläutert Saniye Danabas-Höpker. Das Team der Bauordnung ist im September 2018 zwei Tage zu den umfassenden Neuerungen geschult worden. Weitere Fortbildungen werde es im Januar 2019 geben, kündigt die Bereichsleiterin an.

Anfang dieser Woche sind die neuen Online-Formulare eingetroffen, die ab 21. Dezember auch auf der städtischen Internetseite zur Verfügung stehen. Geplant ist für Ende 2019 auch die Neuauflage der Infobroschüre für Bauherrinnen und -herren.

Bei den Genehmigungsverfahren wird es zahlreiche Vereinfachungen geben, so Danabas-Höpker. So können kleinere Bauten, wie Schuppen bis zu einer Größe bis zu 75 Kubikmetern sowie Garagen, Carports und Wintergärten (unbeheizt) bis 30 Quadratmeter Größe künftig ohne Baugenehmigung errichtet werden. Auch Wärmedämmungsmaßnahmen (Ausnahme: Hochhäuser), Solar- und Photovoltaikanlagen bis zu einer Höhe von drei Metern, Balkonverglasungen und -überdachungen von weniger als 30 Quadratmetern Größe sowie Abrisse von Bauten der Gebäudeklasse 1 bis 3 – in der Regel Ein- und Zweifamilienhäuser – sind künftig genehmigungsfrei.

„Das entbindet den Bauherren aber nicht von der Verpflichtung der Einhaltung der sonstigen gesetzlichen Anforderungen“, macht Danabas-Höpker deutlich. Sie empfiehlt, sich vor dem Neubau kleinerer Bauten oder dem Abriss von Gebäuden grundsätzlich im Baubürgerbüro beraten zu lassen. „Das heißt auch, dass die Bauordnung künftig solche Bauten stärker überwachen wird. Wer möglichen Ärger vermeiden will, sollte sich daher vorher informieren.



 

 


Strompreise: Leicht sinkende EEG-Umlage in 2019

Die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird im kommenden Jahr von derzeit 6,792 auf dann 6,405 Cent pro Kilowattstunde sinken. Das entspricht einem Rückgang von 5,7 Prozent. Diese Zahlen haben die Übertragungsnetzbetreiber bekannt gegeben. Sie begründeten den leichten Rückgang mit höheren Preisen für Börsenstrom durch gestiegene Kosten für CO2-Verschmutzungsrechte sowie hohen Rücklagen. Die EEG-Umlage macht neben Netzentgelten, Steuern, weiteren Abgaben und Umlagen sowie den Produktionskosten rund ein Viertel des Strompreises im privaten Haushalt aus.

Dass die EEG-Umlage nun sinkt, bedeutet dennoch nicht, dass der Endverbraucherstrompreis ebenfalls sinkt. Die großen Netzbetreiber haben bereits angekündigt, dass die sogenannte Off-Shore-Netzumlage für 2019 steigen wird. Über sie wird der Anschluss von Windkraftanlagen vor den Küsten an das Hauptstromnetz finanziert. Großverbraucher aus der Industrie sind sowohl von der EEG-, als auch von der Off-Shore-Netzumlage teilweise befreit.

Haus & Grund Deutschland kritisiert, dass diese ungleiche Verteilung der Stromkosten massiv zulasten der Privathaushalte geht.

 

Ein Thema bei Herbstversammlung: Politik verteuert das Wohnen

Erneut gut besucht war die Herbstversammlung von Haus & Grund Minden im Hotel Victoria. Dabei machte  Geschäftsführer Thorsten Post deutlich, dass es nicht zuletzt politische Entscheidungen sind, die das Wohnen  teurer machen: „Allein die zunehmenden Vorschriften bei Neu- und Umbauten zur Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen treiben die Kosten für Wohnraum kontinuierlich nach oben.“ Dabei stellte er nicht die grundsätzliche Notwendigkeit von Klimaschutz-Maßnahmen infrage – wohl aber die Art und Weise, wie die Politik private Vermieter mit spekulativ vorgehenden Wohnungs- und Immobilienunternehmen gleichsetzt.

Auch die angekündigte, erneute Mietrechtsreform wird voraussichtlich wieder den privaten Wohnungsvermietern neue Lasten aufbürden. „Bereits die bestehenden Regelungen machen private Investitionen in Mietwohnungen zur Altersvorsorge immer unattraktiver“, erläuterte Thorsten Post. Auf diese Weise lässt sich seinen Worten zufolge die Zahl moderner Wohnungen mit dauerhaft günstigen Mietkosten nicht erhöhen. Statt einer nicht wirklich greifenden Mietpreisbremse, würde eine Vergrößerung des Wohnungsangebotes in Ballungsräumen durch private Bauherren den Wettbewerb um Mieter steigern – und exorbitanten Mieterhöhungen entgegenwirken.  

Vor diesem wohnungspolitischen Hintergrund geht Thorsten Post davon aus, dass auch im Mindenern Land die Mieten in absehbarer Zeit deutlich steigen werden. Wie andere Experten geht er von bis zu 15 Prozent Mieterhöhungen aus, „wobei erfahrungsgemäß die privaten Vermieter mit Erhöhungen eher vorsichtig sind“. Ihnen seien gute Mieter in der Regel wichtiger als eine möglichst hohe Miete. Letztlich müssten aber alle Marktteilnehmer steigende Vermietungskosten irgendwie wieder hereinbekommen.

Doch nicht nur bei der Vermietung müssen Haus- und Wohnungseigentümer sich ändernde Rechtsgrundlagen im Hinterkopf haben – auch bei  Neu- und Umbauten sowie Sanierungen und Renovierungen. Denn mit Beginn des Jahres 2018 ist ein geändertes Baurecht in Kraft getreten. Wie Andreas Wiemann, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht aus der Kanzlei Brandi (Minden), deutlich machte, wird jetzt beispielsweise zwischen mehr Vertragstypen unterschieden. So gibt es neben dem Bauvertrag einen Verbraucherbauvertrag oder Bauträgervertrag wie auch einen Architekten-/Ingenieurvertrag. Und in all diese Formen von Leistungsvereinbarungen fließt das allgemeine Werkvertragsrecht alter Art ein.

 


Mindener Haus & Grund-Magazin 2/2018 jetzt online – und kann hier heruntergeladen werden

 

Nach Gerichtsurteil zum Rundfunkbeitrag: Beitragsservice stellt Formular zur Befreiung für Nebenwohnungen zur Verfügung

Personen, die bereits für ihre Hauptwohnung den Rundfunkbeitrag zahlen, können für ihre Nebenwohnungen eine Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht beantragen. Hintergrund ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2018. Das Gericht hatte die Verfassungsmäßigkeit des Rundfunkbeitrags zwar grundsätzlich bestätigt, jedoch beanstandet, dass Inhaber von Nebenwohnungen den Rundfunkbeitrag doppelt zahlen müssen. Die Richter legten fest, dass Betroffene ab dem Tag der Urteilsverkündung eine Befreiung für ihre Nebenwohnungen beantragen können.

Der Antrag auf Befreiung muss schriftlich beim Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio eingereicht werden - hierfür steht nun ein Formular unter rundfunkbeitrag.de zur Verfügung. Die Befreiung ist grundsätzlich rückwirkend zum 18. Juli 2018 möglich, sofern die Voraussetzungen dafür vorliegen.

Mithilfe des Formulars können Inhaber von Nebenwohnungen, die bereits für ihre Hauptwohnung den Rundfunkbeitrag zahlen, eine Beitragsbefreiung für ihre Nebenwohnungen beantragen. Menschen ohne Internetzugang können sich das Formular vom Beitragsservice zusenden lassen. Zuvor hat der Beitragsservice unter anderem die prozessualen und technischen Voraussetzungen zur Befreiung für Nebenwohnungen geschaffen.

Das Antragsformular kann elektronisch ausgefüllt und ausgedruckt werden und zusammen mit den erforderlichen Nachweisen per Post oder Telefax an

den Beitragsservice geschickt werden - künftig wird auch eine reine Online-Beantragung möglich sein. Als Nachweis ist dem Antrag eine Meldebescheinigung beizufügen, aus der die melderechtliche Anmeldung der Hauptwohnung und der Nebenwohnungen sowie das jeweilige Einzugsdatum hervorgehen.

Für die Befreiung ist es erforderlich, dass sowohl die Hauptwohnung als auch die Nebenwohnungen auf den Antragsteller angemeldet sind. Die Befreiung gilt nur für den Antragsteller selbst. Volljährige Mitbewohner in einer Nebenwohnung sind verpflichtet, sich beim Beitragsservice zu melden, damit ihre Beitragspflicht geprüft werden kann.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die bereits einen formlosen Antrag auf Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht für ihre Nebenwohnungen gestellt haben, wird der Beitragsservice in den kommenden Wochen anschreiben, falls noch Angaben oder Nachweise fehlen. Alle Anträge werden der Reihe nach abgearbeitet.

Die Befreiung ist grundsätzlich rückwirkend zum 18. Juli 2018 möglich, sofern die Voraussetzungen dafür vorliegen. Durch eine spätere Antragstellung entsteht deshalb niemandem ein Nachteil. Eventuell zu viel gezahlte Beiträge werden mit den Beiträgen für die Hauptwohnung verrechnet oder zurückerstattet.


Ansprechpartner bei Problemen mit Wespen

Minden. In den Monaten von August bis zum ersten Frost treten wieder vermehrt Wespen auf. Wenn sich die Wespen im Jalousienkasten oder Dachstuhl häuslich niedergelassen haben, stellt sich oft die Frage, wer die Kosten der Beseitigung tragen muss, Mieter oder Vermieter.

Haus & Grund weist ausdrücklich darauf hin, dass Mieter von ihren Vermietern die Beseitigung von Wespennestern auf dem Balkon, Terrasse oder Garten verlangen können. Eine Beeinträchtigung des Balkons oder der Terrasse durch die Wespen und ihr Nest muss aber in allen Fällen gegeben sein. Entscheiden werden das im Zweifel die Imker des Kreises Minden-Lübbecke. Denn nicht jedes Wespennest muss gleich vernichtet oder umgesetzt werden. Grundsätzlich unterliegen alle wildlebenden Tiere, also auch Wespen, dem allgemeinen Schutz des Gesetzes. § 39 Abs. Nr. 1 BNatSchG schreibt vor, dass Tiere nicht mutwillig oder ohne vernünftigen Anlass gefangen, verletzt oder getötet werden dürfen.

Dem Vermieter muss auch immer eine angemessene Frist eingeräumt werden, bis wann er das Wespennest beseitigen muss. Der Vermieter muss die Kosten für eine Beseitigung übernehmen und kann sie nicht als Betriebskosten auf die Mieter weitergeben.

Nur in wenigen Einzelfällen mit erheblicher Gefahr können Mieter selbst einen Kammerjäger oder Imker beauftragen. Es ist darauf zu achten, dass die anfallenden Kosten im Verhältnis zur tatsächlichen Gefahr angemessen sind. Sind die Kosten unverhältnismäßig, muss der Mieter nämlich selbst zahlen.

Hier finden Sie die Imker und Telefonnummern in der Region.


Sommerhitze unterm Dach kann zu erhitzten Gemütern führen

Die Hundstage (23.7. bis 23.8.2018) haben begonnen, also die heißesten Tage des Jahres. Laut Meteorologen ist eine längere Hitzewelle zu erwarten, durch die sogar neue Hitzerekorde möglich sind. Mehrere Tage mit Temperaturen weit über 30 Grad Celsius sind prognostiziert. Vor allem in Dachgeschosswohnungen kann dann die Hitze unangenehm werden.  

Anders als bei der im Winter zu gewährleistenden Mindest-Raumtemperatur gibt es keine allgemeine gesetzliche Bestimmung für Vermieter, ab welcher Innenraum-Temperatur ein Mieter das Recht hat, die Miete zu mindern. Eine ansteigende Temperatur in der Wohnung sei grundsätzlich kein Mangel, teilte beispielsweise der Mieterverein München mit. Dies gelte auch für Dachgeschosswohnungen.

Dennoch kann ein Mieter unter Umständen die Mietzahlung reduzieren  oder die Wohnung sogar fristlos kündigen, so der Mieterverein. Denn welche Temperaturen Mieter in der Wohnung ertragen müssen, dazu haben schon einige Gerichte Urteile gefällt. Ein Urteil des Amtsgerichts Hamburg beinhaltet beispielsweise, dass die Wohlbefindlichkeitsschwelle in einer Wohnung deutlich überschritten ist, wenn tagsüber stets über 30 Grad Celsius herrschen. Eine Mietminderung um 20 Prozent hielten die Amtsrichter in diesem Fall für angemessen (Az. 46 C 108/049). Die Amtsrichter in Leipzig entschieden dagegen, dass der Mieter einer Dachgeschosswohnung die hochsommerlichen Temperaturen hinnehmen

müsse. Denn wer eine solche Wohnung anmiete, müsse damit rechnen, dass sich deren Räume im Sommer mehr erhitzen als in anderen Wohnungen. Hier befanden die Richter, das Temperaturen von 30 Grad Celsius in der Wohnung zu ertragen sind (Az. 164 C 6049/04).

Die Rechtskundigen von Haus & Grund Minden weisen darauf hin, dass bei Versuchen, die Miete aufgrund von allgemeinen Sonnen-Wetterlagen zu mindern, folgendes zu beachten ist: So muss der  Mieter nachvollziehbar beweisen können, an wie vielen Tagen es wie heiß in der Wohnung war. Wenn überhaupt, kann der Mieter nämlich nur für die Tage eine Mietminderung einfordern, an denen die Hitze das Normalmaß deutlich überschritten hat. Eine Mietminderung pauschal für einen ganzen Monat ist dadurch ausgeschlossen.

Wie in vielen Mietverhältnissen ist es besser, wenn ein Mieter auch bei Hitzeproblemen zuerst das Gespräch mit dem Vermieter sucht. Denn in einem guten, langfristigen Mietverhältnis ist der Vermieter womöglich dazu bereit, eine Klimaanlage einzubauen oder Jalousien anbringen. Und in den meisten Fällen wird er dann auch zustimmen, wenn Mieter selbst Wärmeschutzvorrichtungen  anbringen wollen. Denn auch für die Installation einer Markise muss der Vermieter vorher seine Erlaubnis gegeben haben.


Umfrage: Helfen Sie mit, Recht verständlich zu machen!

Ein Eigentümer hat Tag für Tag mit Rechtssprache zu tun. Er unterschreibt Verträge, erhält Bescheide, nimmt amtliche Merkblätter zur Kenntnis, füllt Formulare aus und ist mit Gesetzen, Verordnungen sowie Gerichtsurteilen und -beschlüssen konfrontiert.

Häufig sind solche Dokumente abstrakt formuliert, mit juristischen Fachtermini versehen und endlos im Satzbau verschachtelt. Für den juristischen Laien führt dies unweigerlich zu Verständnisproblemen und zu Unsicherheiten in der Anwendung. Um in diesem Kontext seine Rechte und Pflichten als Bürger – wie auch als Vermieter – wahrnehmen zu können, wird zuweilen von Verfassungsrechtlern im Lichte des Demokratieprinzips (Artikel 20 Absatz 1 Grundgesetz) ein Anspruch auf Verständlichkeit des Rechts begründet. Doch es ist nicht einfach, einen juristischen Text verständlich und zugleich unmissverständlich zu formulieren. Denn es gilt die Regel und ihre Ausnahmen zu definieren, auch künftige Anwendungsfälle im Vorfeld einzubeziehen und Mehrdeutigkeiten zu vermeiden. Dabei zugleich die Verständlichkeit, Empathie und Bürgernähe im Auge zu behalten, ist die hohe Kunst.

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt eine Projektgruppe ins Leben gerufen, um die Verständlichkeit von Rechtstexten zu verbessern. Daran können und sollen auch private Eigentümer mitwirken.

Mehrheit hält Rechtstexte für unverständlich

In der ersten Stufe wurden bereits allgemeine Erhebungen zur Verständlichkeit und Nutzung des Rechts vorgenommen. Auf die Frage, ob Rechtstexte in Deutschland im Allgemeinen verständlich seien, antworteten

38 Prozent der befragten Nicht-Juristen „teils, teils“ und 39 Prozent „stimme ich überwiegend nicht zu“ (39 Prozent). Befragte ohne juristische Ausbildung forderten auch häufiger, dass die Gesetze von allen Bürgern verstanden werden sollten.

Mietrecht im Fokus
In der Auswertung hatte sich das Mietrecht als wesentliche und von den Bürgern häufig genutzte Rechtsdomäne herausgestellt. Dies soll nun in der zweiten Stufe einer besonderen Betrachtung unterzogen werden. Ein hierfür konzipierter virtueller Fragebogen enthält Fragen zu konkreten Gebieten des Mietrechts, mit welchen man sich im vergangenen Jahr besonders beschäftigt hat, welche Informationsmöglichkeiten genutzt wurden, um mietrechtliche Regelungen zu verstehen und in welchem Ausmaß und durch welche Gründe die Verständlichkeit mietrechtlicher Bestimmungen leidet.

Online-Befragung des BMJV zur Verständlichkeit des Mietrechts:
Mit folgendem Link https://mietrecht-verstaendlichkeit.questionpro.eu gelangen Sie zu einem kurzen Fragebogen, der sich an die Akteure im Fachbereich „Miete und Wohnen“ richtet. Der Fragebogen ist anonym gestaltet, es werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Die Rückläufe gehen in eine Gesamtstudie ein, deren Ergebnisse auf der Webseite der Bundesregierung veröffentlicht werden.

Alle Haus & Grund-Mitglieder, allen voran Nicht-Juristen, sind herzlich eingeladen, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen. Nutzen Sie die Chance, darauf hinzuwirken, dass alle Eigentümer künftig mietrechtliche Texte ein wenig besser verstehen können! Danke bereits vorab für Ihre Mithilfe!


Der bewohnte Eindruck zählt: Haushüter für die Urlaubszeit

Nicht jeder hat einen freundlichen Nachbarn, der während des eigenen Urlaubs die Blumen gießt, den Briefkasten leert und womöglich noch die Katze füttert. Solche Aufgaben kann ein Haushüter übernehmen. Den sollten Sie allerdings sorgsam auswählen – immerhin vertrauen Sie ihm Ihr Haus oder Ihre Wohnung an und gewähren ihm Zutritt in Ihr ganz privates Umfeld.

Die Besonderheit beim House-Sitting ist, dass der Dienstleister in den Wohnräumen des Verreisten lebt. „Ein Haussitter ist eine gute Möglichkeit, einen bewohnten Eindruck zu erwecken und potenzielle Einbrecher von Ihrem Haus beziehungsweise Ihrer Wohnung abzuschrecken“, sagt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle der Polizeilichen Kriminalprävention. Welche Aufgaben der Haushüter in dieser Zeit konkret erfüllt, muss individuell vereinbart werden. Üblicherweise nimmt er Post und Anrufe entgegen, kümmert sich um Pflanzen und Haustiere. 

Einen gesetzlich geregelten Vertrag für House-Sitter gibt es genauso wenig wie Zugangsvoraussetzungen zu dieser Tätigkeit. Entsprechend wichtig ist es, genau hinzuschauen, damit man nicht an den Falschen gerät. „Als Haussitter können Sie zum einen eine Vertrauensperson beauftragen. Mit dieser sollten Sie keine Probleme haben“, schlägt der Präventionsexperte vor. „Zum anderen gibt es professionelle Dienstleister, die Ihnen von speziell darauf ausgerichteten Firmen vermittelt werden. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass die beauftragte Firma seriös ist.“

Im Verband Deutscher Haushüter Agenturen sind zahlreiche Anbieter vertreten, die bestimmte Anforderungen erfüllen müssen. Dazu gehören die behördliche Zulassung der Agentur, umfassende

Betriebshaftpflichtversicherung gegen Schäden, die während eines Einsatzes trotz aller Sorgfalt einmal entstehen könnten und Unfallversicherung zur Absicherung der Haushüter. Diese werden im Vorfeld nach Angaben des Verbandes eingehend geprüft und müssen unter anderem ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

Egal, ob der House-Sitter über eine Empfehlung, eine Kleinanzeige oder eine Agentur gesucht wird – der erste Schritt ist, sich darüber Gedanken zu machen, welche Kriterien die Person erfüllen sollte. Dabei können neben Alter, Geschlecht und persönlichen Lebensumständen auch Eigenschaften wie Tierliebe oder Nichtraucher wichtig sein. Bei der konkreten Auswahl sind nachprüfbare Referenzen genauso unverzichtbar wie ein persönliches Treffen in den dann zu hütenden Räumlichkeiten. Dabei werden am besten anhand einer Checkliste alle Wünsche und Besonderheiten notiert, sowie der Zeitpunkt des Einzugs festgelegt. Ein gemeinsames Abnahmeprotokoll nach der Rückkehr aus dem Urlaub sichert alle Beteiligten ab.

Die Vergütung des Haushüters richtet sich nach dem Leistungsumfang und der Dauer des Einsatzes. Unter Umständen bietet sich eine Entlohnung im Rahmen der gesetzlichen Regelung für geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer (450-Euro-Gesetz) an.

Unser Tipp: Haushüten gilt als haushaltsnahe Dienstleistung. Sie können also zwanzig Prozent des Rechnungswertes (maximal 4.000 Euro im Jahr) in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen. Achten Sie auf eine den Steuervorschriften entsprechende Rechnung. Außerdem müssen Sie auf Anforderung des Finanzamts einen Zahlbeleg vorweisen.


Neue Broschüre zur Wohnraumförderung in NRW erschienen

Minden ist geprägt von regionaler Vielfalt und unterschiedlichen Lebensentwürfen seiner Menschen. Unsere Heimat zu bewahren und in eine gute Zukunft zu führen bedeutet auch, diese regionalen Besonderheiten und die verschiedenen Anliegen zu verstehen und ernst zu nehmen. Dies gilt besonders für die Wohnwünsche und -bedürfnisse der Mieter.

Wohnen sollte bezahlbar bleiben. Minden ist die Heimat vieler unterschiedlichster Menschen geworden. Die Wohnraumförderung des Landes NRW ist neu aufgestellt. Informieren Sie sich als Vermieter über den neuen Flyer, der hier als pdf-Datei heruntergeladen werden kann. 


Neuer Mietspiegel für Minden erschienen

Er ist insgesamt stark gefragt: der qualifizierte Mietspiegel für Minden. Dieser wurde 2016 komplett neu erstellt und jetzt für zwei weitere Jahre fortgeschrieben. Er ist bis zum 31. März 2020 gültig und bietet eine Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten für den nicht preisgebundenen Wohnraum. Der Mietspiegel ist ein "Gemeinschaftswerk" und wurde 2016 im Auftrag von Haus & Grund Minden e.V., dem Mieterverein Minden

und Umgebung e.V., der Genossenschaft für Siedlungsbau (GSW) sowie Wohnen Minden eG, der Wohnhaus Minden GmbH, der LEG NRW GmbH und der Stadt Minden erstellt, die auch Herausgeberin ist.

Die neue Datei kann hier sofort heruntergeladen werden.